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Falko Grube

Im Zuge der Diskussion um die Verhandlungen über eine erneute Große Koalition im Bund verzeichnet auch die Magdeburger SPD deutliche Zuwächse an Neumitgliedern. Zum Stichtag für die Teilnahme am Mitgliederentscheid (6. Februar, 18.00 Uhr) sind in diesem Jahr 92 Neumitglieder in die Partei eingetreten. Damit zählt die SPD in der Landeshauptstadt aktuell 585 Mitglieder.

SPD-Stadtverbandschef Falko Grube sieht darin einen klaren GroKo-Effekt. „Die Frage, ob die SPD am Ende wieder in die Große Koalition geht, ist für die ganze Republik sehr spannend. Für die meisten Neumitglieder war das Grund und Anlass zu sagen: da will ich mitmachen und mitentscheiden.“

Ob die Neuen Groko-Gegner oder GroKo-Befürworter sind, war bei der Aufnahme unerheblich. „Es ist egal, wie jemand zu dieser Frage steht. Wir freuen uns über Jede und Jeden, der bei uns mitmachen möchte.“ Damit auch alle Neumitglieder mit abstimmen können, haben die Ortsvereine das Aufnahmeverfahren in dieser Situation beschleunigt. „Wer bis zum Stichtag eingetreten ist, kann auch mit abstimmen. Schließlich gelten die Mitgliedsrechte für alle, egal ob man eine Woche dabei ist oder ein Vierteljahrhundert.“

Der Stadtvorsitzende rechnet nicht mit einer Wiederaustrittswelle nach der GroKo-Entscheidung. „Das war 2013 auch nicht anders“, so Grube. „Die meisten Mitglieder sind gekommen, um zu bleiben. Auch die, die damals gegen die GroKo gestimmt haben.“